Lernen braucht Ausdruck

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Das Alte Lernsystem hat die Wissensakquise zu einem schmerzlich aufwendigen Prozess gemacht, der viel sogenanntes Bulimie-Lernen hervorgebracht hat. So bezeichnet man das klassische “Lernen für Erfolgskontrolle“, das üblicherweise nur so lange wirksam ist, bis die Klausur vorbei ist. Ergebnis: Bildung ist in unserem System nur in relativ kleinen Teilen für die Praxis einsetzbar.

Solche Lernformen sind weder informativ, noch motivierend und schon gar nicht effizient. Wahrscheinlich würden wir so nicht lernen hätten wir ein anderes System. Im Rahmen von Speichernetwicklung für die IT-Industrie haben wir gelernt, dass unser Wissen in der DNA steckt. Die Frage war lange, wie es da hineinkommt. Bekannte Schulen wie die Schetinin-Schule haben mit dieser Art des Lernens bereits Geschichte geschrieben und gezeigt, welche Voraussetzungen dafür im Lernalltag vorhalten muss.

Lernen Schritt 1: Die Gemeinschaft

Gemeinschaft ist der Kern des Lernens. Dabei bringt jeder mensch mit ein, was er bereits gelernt/ Empfangen hat, seine gesamte Personal Cloud. Diese Verfügbarkeit findet erst im Theta-Raum statt. Während der Gemeinschaftsbildung geben sich die Teilnehmer selber Regeln im Umgang miteinander. Klassische Werte sind Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Liebe zur Wahrheit, die Bereitschaft in den Lernphasen wirklich ganz da zu sein.

Gerade der letzte Fall ist absolut relevant. Menschen die nicht wirklich wollen stören den Prozess und werden aufgefordert und unterstützt, sich ganz in den gemeinsamen Prozess zu begeben. Gleichzeitig: Die klassische Lustlosigkeit die viele aktuelle Lernverfahren häufig begleitet, ist in diesem Prozess selten bis gar nicht vorhanden. Alle Abläufe beim Lernen sind derartig dynamisch und energetisierend, dass die Teilnehmer eher tendieren immer noch mehr zu wollen.

Schritt 2: Die Wissensosmose

Die Wissensosmose ist eine Team-Leistung, in der jedes Team-Mitglied die gleichen Informationen erhält. Der Osmose-VorgangOsmose-Vorgang dauert im Allgemeinen nur einige Sekunden. Dann ist das Wissen zum entpacken bereit. Dabei packt jedes Team-Mitglied aus, was aus dem Reich der Emotionen intuitiv an die bewusste Oberfläche dringt. Im Anfang sind das meist nur einzelne Worte oder kurze Sätze, die sich immer mehr zu Teilerkenntnissen verdichten.

Nach diesem Prozess wird der Theta-Raum verlassen und festgestellt, ob das Wissen fühlbar vorhanden ist. Die Gruppe geht zurück in den Beta-Raum, den Gemeinschaftsraum, und fängt an, das empfangene in kreativen oder sportlichen Prozessen zu entwickeln.

Schritt 3: Die Fertigkeitsentwicklung

Sind Kunst und Sport in anderen Lernverfahren eher eine Rhythmisierung des Lernalltags, so sind sie hier Teil des aktiven Entwicklungsprozesses. Um das Empfangene wirklich zu verstehen brauchen die Zellen Bewegung.

Welche Form der Bewegung dazu am Besten geeignet ist, wird sehr individuell entweder vom Lernbegleiter vorgegeben, oder von der Gruppe oder den Einzelnen selbst entschieden. Bei umfangreichen Lernprojekten ist es wichtig, immer mindestens einen Teil des Wissens direkt in ausführende Tätigkeiten zu bringen. Besonders bei Theta-Lernanfängern steht sonst ein großer Umfang an Kenntnissen zur Verfügung, der nicht wirklich zum Einsatz gebracht wird.

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