Der Vorsprung von Gemeinschaft

Gemeinschaft hat VorsprungWas ist der Unterschied zwischen einem Team oder einer Gemeinschaft? Zunächst einmal: Prinzipiell gehören die Begriffe Team und Gemeinschaft beide zu den Gruppenbezeichnungen.

Ich habe viele Gruppen erlebt, die sich als Team sehen. Die Bandbreite der Team-Kultur ist Groß. Von “Toll Ein Anderer Macht’s” bis zu sehr eingeschworenen Gruppen, z.B. in Sport-Teams, gibt es eine große Spannweite.

Da kommt auch gerne mal Team-Frust auf, wenn beispielsweise die einen das Gefühl beschleicht, die anderen könnten es sich auf ihre Kosten gemütlich machen. Darüber hinaus gibt es bei Teams häufig auch temporäre Aspekte, die den Teamgeist beeinflussen – Projektteams haben häufig eine begrenzte Laufzeit. Abteilungsteams arbeiten gerne auch mal über Jahre zusammen.

Die meisten guten Teams zeichnet aus, dass sie über einen Team-Leiter verfügen, der die Kultur-Entwicklung der Gruppe, die Aufgabenverteilung und die Erfolgs-Überwachung wahrnimmt.

Aber was ist eine Gemeinschaft und was bedeutet sie heute?

Die Gemeinschaft wird in der Soziologie als eine soziale Gruppe mit einem besonderen “Wir”-Gefühl betrachtet. Das geht möglicherweise auch auf die Idee des Zusammenlebens in den Urgesellschaften zurück, in  denen sich Einzelne oder ganze Familien häufig als Stämme zusammengetan haben, um sich gegenseitig im Kampf um das Überleben zu unterstützen.

Auch in unserer aktuellen Wirtschaftswelt ist die gegenseitige Unterstützung der Mitarbeiter als wichtiger Faktor des Erfolgs bekannt. Das Maß der Gemeinschaft wird aber aus diversen Gründen häufig sehr stark eingeschränkt, was leicht dazu führt, dass Menschen in Unternehmen sich selbst dann als Einzelkämpfer fühlen, wenn sie Teil einer Gruppe mit einer gemeinsamen Aufgabe sind.

Familien können Gemeinschaften sein, wenn es ihnen gelingt eine Kohärenz aufzubauen. Es können sich auch mehrere Familien zusammenschließen. Das stellt allerdings meist erhebliche Anforderungen an jeden Einzelnen. Gemeinschaft macht stark aber es fordert auch Zeit, Geduld und ein hohes Maß an emotionaler Souveränität. In unserer Welt tendieren wir daher dazu, einander nicht zu nahe zu kommen, um “persönliche” Auseinandersetzungen zu meiden.

Was ist nun der besondere Vorteil einer Gemeinschaft?

Wenn es ums Lernen geht, hat die Gemeinschaft mehrere gigantische Vorzüge gegenüber klassischer Kooperation. Das Zauberwort heißt Kohärenz. Für viele Menschen, die täglich endlosen Diskussionen ausgesetzt sind, wird das, was ich jetzt beschreibe, wie eine unerreichbare Traumwelt anmuten.

Stell’ dir vor,

  • … du könntest mit den Menschen die mit dir arbeiten, dich einfach wortlos austauschen.
  • … du fändest eine Einigung in schwierigen Fragen binnen weniger Minuten?
  • … die Ära des Streitens oder auch nur endlosen Diskutierens wäre vorbei?

Zu schön um wahr zu sein?

Im Theta-Raum finden sich die Sichtweisen der Teilnehmenden wie in einem multidimensionalen Puzzle ganz leicht zusammen. Das Großartige: Alle Teilnehmer haben ein gemeinsames, synchronisiertes Bild der Situation und Informationen und unterstützen sich gegenseitig, es zu verbalisieren. Im Theta-Raum geht es ziemlich emotional zu. Das liegt auch daran, dass die (De)Kodierung der Informationen auf DNA-Ebene einen hochfrequenten Stream brauchen, der etwa bei 150 MHz liegt – bekannt auch aus der körperlichen und seelischen Befeldung – und gleichzeitig müssen die Teilnehmer in einem meditativen Zustand sein, was der Theta-Wellen-Frequenz (4-7 Hz) entspricht. Eine erstaunliche Bandbreite, zu der wir Menschen fähig sind. Und genau diese Bandbreite ermöglicht uns Höchstleistungen.

Im Theta-Raum

Der Aufenthalt im Theta-Raum dauert im allgemeinen nur zwischen 15 und 30 min, die schier unfassbaren “Nachwirkungen” halten allerdings wesentlich länger an. Es entsteht im Kreis der Teilnehmer eine Art sozialer Informationsspeicher (Social Cloud), auf die auch dann noch Zugriff möglich ist, wenn der Theta-Raum verlassen wurde und die Teilnehmer sich an unterschiedliche Orte begeben haben. Eine geniale Voraussetzung, um gemeinsam Ziele zu erreichen.

Die Voraussetzungen dafür sind prinzipiell leicht zu schaffen, fordern jedoch von den Teilnehmern eine relativ hohe Bereitschaft, insbesondere zu vertrauen – in die Gruppe, in die Anleiter und insbesondere in den Prozess. Diese Form der Kommunikation – und Informationsbeschaffung – nutzen Menschen immer schon. So ist das kommunizieren Mutter und Baby häufig auf diesem Level. Kleinkinder “klinken” sich auf diese Art in den “Datenstrom” ihrer Eltern ein, wenn diese sich ihnen wirklich zuwenden und lernen dabei u.a. Sozialverhalten. Menschen in extremen Situation nutzen diese Art der Kommunikation zum Überleben, weil sie der Willen zu überleben dazu bereit macht.

Von daher sind diese Prinzipien und Prozeduren gar nicht so neu. Uns ist es jedoch gelungen, diese Möglichkeiten bewusst und allgemein nutzbar zu machen. Jede Einigung im Team und seine Nutzung von Informationen ist nun ein gemeinsamer Lernprozess, bei dem alle Beteiligten erfahren, dass Wissen erst wirklich geniale Vorteile entwickelt, wenn gemeinsam synchron gelernt und genutzt wird.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.